Warum sollen Teilbeschattungen des Glases vermieden werden?

Bei Erwärmung um 50 Grad dehnt sich ein Glas mit einer Kantenlänge von einem Meter um etwa 0,5 mm aus. Diese thermische Ausdehnung ist ganz normal. Wird die Glasscheibe allerdings nicht gleichmäßig erwärmt, dehnen sich manche Bereiche stärker aus als andere. Je größer der Temperaturunterschied ist, desto größer sind auch diese “Spannungen” im Glas. Floatglas verträgt eine Temperaturdifferenz von ca. 40 Grad. Wird diese überschritten ist mit Glasbruch zu rechnen.
Diese ungleichmäßige Erwärmung erfolgt vor allem durch Teilbeschattung. Liegt ein Teil des Glases im Schatten und ein anderer ist direkter Sonne ausgesetzt, so kann es zu Spannungen kommen. Wie groß diese Spannungen sind hängt unter anderem von folgenden Faktoren ab:
• Intensität der Sonneneinstrahlung
• Scheibenformat und Einbausituation
• geometrische Verteilung der Glasflächenanteile in Sonne und Schatten
• Absorption von Sonneneinstrahlung. Eine hohe Absorption weisen vor allem eingefärbte Gläser auf.
Für Gläser die einer starken Belastung durch Teilbeschattung ausgesetzt sind, ist ggf. die Verwendung von Einscheibensicherheitsglas (ESG) eine geeignete Maßnahme.  

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